
Häufige psychiatrische Krankenhausaufnahmen wegen Abtreibungen
Eine im Juli dieses Jahres im Journal of Psychiatric Research erschienene Studie aus Québec (Kanada) stellte fest, dass nach einer Abtreibung langfristig deutlich häufiger psychiatrische Krankenhausaufnahmen auftreten als nach einer Geburt. Für dieses Ergebnis wurden über 1,2 Millionen Schwangerschaftsverläufe ausgewertet und deren Folgen für bis zu 17 Jahre lang beobachtet. Im Falle einer Abtreibung zeigte sich dabei konkret ein erhöhtes Risiko für psychiatrische Störungen (HR 1,81), Substanzgebrauchserkrankungen (HR 2,57) und Suizidversuche (HR 2,16) innerhalb der ersten fünf Jahre nach dieser.
Bei 104 zu 42 pro 10.000 Personenjahren wurde damit deutlich, dass es mehr als doppelt so wahrscheinlich ist, dass eine Frau die abtreibt, im Anschluss psychiatrisch behandelt werden muss – Ein Ergebnis, das sich nicht einfach ignorieren lässt!
Nicht ohne Grund lehrt die Katholische Kirche, dass das Leben bei der Empfängnis von Gott gegeben wird. Wer sich auf diese Wahrheit einlässt, erkennt deshalb schnell, dass bei einer Abtreibung nicht bloß moralische Grenzen überschritten werden, sondern dass dies auch seelische Wunden bei den Beteiligten hinterlassen muss. Denn auch wenn die besagte Studie „nur“ von erhöhten Risiken spricht, zeigt sie dennoch deutlich, dass eine Abtreibung eben nicht im Operationssaal bleibt und man sie danach einfach vergessen könnte, sondern dass Folgen hat, die darüber hinausreichen. Schließlich kann es nicht sein, dass eine Mutter, die ihr eigenes Kind getötet hat, dies einfach aus ihrem Gedächtnis „löscht“. Denn auch wenn Abtreibungsbefürworter gerne behaupten, dass bei einer Abtreibung „noch kein Mensch“ getötet wird, ist es objektiv betrachtet dennoch so, dass sich im Bauch der Frau ein kleiner Mensch entwickelt, womit die Frau bereits Mutter ist – und es nicht erst bei der Geburt wird.
In einer Gesellschaft, in der Schwangerschaftsabbrüche leider eine Realität sind, sollte uns diese Studie einmal mehr vor Augen führen, dass Seelsorge für jene Frauen (insbesondere für diejenigen, die sich der Schwere ihrer Tat nicht bewusst waren) auch zur Verfügung stehen muss. Die Nächstenliebe lehrt uns dabei, dass das gesteigerte Risiko für Substanzabhängigkeiten und Suizidversuche bei Frauen die abgetrieben haben, weitreichende Folgen, bis hinein in die Gesellschaft haben kann und dass es deshalb – aus Liebe zur Gesellschaft und der Einzelnen gegenüber – auch seelische Hilfsangebote geben muss. Die Studienergebnisse zeigen nämlich, dass es sich bei jenen Fällen nicht um kurzfristige Stimmungsschwankungen, sondern um längerfristige, seelische Krisen handelt, die all jene im Umfeld der Betroffenen, selbst berührt.
Bis heute werden veraltete Bewertungen und Stellungnahmen von bekannten Organisationen zitiert und von der Abtreibungs-Lobby vorangetragen, die, basierend auf veralteten Datensätzen, Abtreibungen verharmlosen. Zu nennen sind dabei Aussagen der American Psychological Association (2007), des National Collaborating Centre for Mental Health (UK, 2011) und der National Academies of Science (USA, 2018), um nur einige zu nennen. Und damit tun sich mehrere Probleme auf:
- Zum einen ist es etwas merkwürdig zu beobachten, dass gerade diejenigen, die sich gerne auf wissenschaftlichen Fortschritt berufen, sich dann doch, wenn es ihrem ideologischen Weltbild besser entspricht, an „versteinerten“ Positionen festklammern und bei ihrer „Evidenzbasiertheit“ mit doppeltem Maß messen: Bei manchen Themen fordert man ständige Aktualisierung, bei Abtreibung begnügt man sich mit alten Gutachten
- Zum anderen ist es unbarmherzig den betroffenen Frauen gegenüber, die, berichtend von tiefen Schuldgefühlen, psychischen Krisen und Suizidgedanken, echten, existenzbedrohenden Problemen gegenüberstehen. Jene Gremien der Abtreibungs-Lobby, die weiterhin auf veraltete Studien verweisen, übergehen damit das konkrete Leid jener Frauen und machen ihren seelischen Schmerz dadurch unsichtbar. Ein Missbrauch wissenschaftlicher Autorität
- Noch dazu wird dadurch der moralische Ernst verwischt, da wissenschaftliche Körperschaften such auf überholte Studien berufen, um Abtreibung als „sicher“ darzustellen. Doch all diese Bestrebungen werden nichts daran ändern, dass Abtreibung tatsächlich ein moralisches Übel ist. Man könnte sagen: „Nicht nur das Kind stirbt – auch die Wahrheit wird zu Grabe getragen.“
Aus eben diesen Gründen ist es an der Zeit die Lügen der Abtreibungs-Lobby weiter aufzudecken. Wie diese Studie erneut präsentiert, bedeutet eine Abtreibung nicht nur den Tod des Kindes, der schon Schlimm genug ist, sondern auch Schäden und großes Leiden für die Mutter. Eine Abtreibung lässt sich eben nicht „einfach so“ durchführen. Deshalb müssen wir gerade heute „Ja!“ zum Leben zu sagen und dafür sorgen, dass keine Abtreibungen mehr stattfinden!