Rekordzahlen: Euthanasie wird in Holland Alltag

Rekordzahlen: Euthanasie wird in Holland Alltag

Die „Kultur“ des Todes entfaltet sich wie ein Orkan, der alles in seinen Strudel saugt. Dies gilt auch für die Sterbehilfe. In den Niederlanden, wo Sterbehilfe seit 2002 legal ist, wurden im vergangenen Jahr 9.958 Menschen getötet, das entspricht 5,8 Prozent aller Todesfälle und 10 mehr als im Jahr 2023.

Die Zahl der Anträge ist inzwischen derart gestiegen, dass die zuständige Bewertungskommission mit der Bearbeitung gar nicht mehr nachkommt.

86 % der Fälle sind auf körperliche Erkrankungen zurückzuführen, doch auch die Sterbehilfe bei psychischen Erkrankungen hat innerhalb eines Jahres um über 60 Prozent zugenommen.

Die Zahl der Fälle von „ärztlich assistiertem Suizid“ aufgrund psychischer Störungen, ist von zwei im Jahr 2010 auf 138 im Jahr 2023 und 219 im Jahr 2024 gestiegen. Bei 30 dieser 219 Fälle handelte es sich um junge Menschen im Alter zwischen 18 und 39 Jahren!

Es gab wahrhaft schockierende Fälle. Etwa eine Frau, die an einer einfachen Zwangsstörung litt. Ein Siebzehnjähriger, wurde nur deshalb getötet, weil er Autist war! Bei ihm waren noch nicht alle verfügbaren Therapiemodelle ausprobiert worden. Aber weil er bereits einen Selbstmordversuch unternommen hatte und möglicherweise die Möglichkeit hatte, einen weiteren Versuch zu unternehmen, zogen die Ärzte es vor, ihn direkt zu töten.

Die Zahl der Menschen, die zusammen mit jemand anders sterben wollen, steigt seit Jahren an. Im Jahr 2024 waren es 54 Paare, 2023 waren es noch 33. Dabei handelte es sich nicht nur um Ehepaare, sondern auch um Menschen, die gemeinsam mit einem anderen Familienmitglied aus dem Leben schieden. Besondere Aufmerksamkeit erregte die Euthanasie des ehemaligen niederländischen Ministerpräsidenten Dries van Agt (Christdemokratischer Appell/CDA), gemeinsam mit seiner Ehefrau.

Seit langem kündigt sich eine Banalisierung der Euthanasie in den Niederlanden an: Wie die britische Zeitung Daily Mail schon am 7. Oktober 2013 berichtete, wurde in Holland einer Frau Euthanasie gewährt, weil sie es nicht ertragen konnte, zu erblinden. Im Jahr 2014 war ein 63-Jähriger an der Reihe, der mit einem Medikament getötet wurde, nur weil er an Depressionen litt. 2015 tötete eine niederländische Klinik eine gesunde 47-jährige Frau, nur weil sie an Tinnitus litt.